Mit den ersten sonnigen Frühlingstagen zieht’s mich wieder auf den Velosattel. Letztes Wochenende fuhr ich von Fribourg nach Murten und retour. Die Strecke ist geprägt von vielen kleineren Landstrassen mit wenig Verkehr – ideal für Velofahrer. Ihr fährt zuerst über Givisiez und Belfaux Richtung Schiffenensee. Das erste Stück führt am See entlang und ist dafür manchmal ein bisschen hügelig. Nach Barberêche biegt ihr Richtung Norden ab. Spätestens nun seid ihr im Fribourger Hinterland angekommen und radelt durch Dörfer und Weiler mit skurrilen Namen wie Gross-Guschelmuth, Lischera und Münchenwiler Richtung Murten. Jetzt im April blühen Kirsche, Schwarzdorn und noch einzelne Forsythien und machen diesen Teil der Strecke zu einer wahren Pracht. Bald schon kommen die Apfelblüten hinzu!

In Murten angekommen, lädt das Städtchen zu einem Rundgang und zu einem Picknick am See ein. Im Sommer könnt ihr auch im See schwimmen. Von da an geht es Richtung Faoug, welches am See liegt, über Villarepos, Montagny, Noréaz, Corminboeuf und Givisiez wieder zurück nach Fribourg. Hier präsentiert sich noch einmal die Landwirtschaft in all ihren Varianten: Gemüsebau, Obstkulturen und Viehzucht. Aber Achtung: dieses Stück kann sich in die Länge ziehen; also macht vielleicht mal eine Erholungspause.

Zur Orientierung bietet sich die App «SchweizMobil» am besten an (ist auch gratis nutzbar) und/oder ihr folgt den roten Veloschildern. Die hier beschriebene Strecke führt den Routen dieser App entlang. Hier noch zwei alternative Wege: Anstatt via Givisiez, Corminboeuf und Belfaux zum Schiffenensee könnt ihr von Fribourg über Granges-Paccots und Les Maçons auf die Route gelangen. Diese Route ist ein bisschen kürzer und verläuft nicht durchwegs durch Agglo-Gebiet. Beim Rückweg könnt ihr auch bei Villarepos Richtung Cormérod und Cournillens wieder nach Belfaux zurück. Dieser Weg ist sicher etwas kürzer; aber man muss ihn dafür manchmal ein bisschen auf der Karte suchen, weil er schlecht beschildert ist.

Hier noch einige technische Angaben:

  • Dauer: ca. 3½ bis 4½ Stunden (reine Fahrzeit)
  • Schwierigkeit: Einfach bis Mittel (einige Teile sind auf Überlandstrassen mit ein bisschen mehr Verkehr; eine kurze Strecke auf einer Schotterpiste)
  • Ausdauer: mittel (es ist manchmal schon ein bisschen hügelig…)

Diese Tour ist also ideal für einen Tagesausflug am Wochenende oder wenn ihr einmal einen freien Nachmittag Zeit habt. Ihr seid draussen in der Natur, lernt etwas von der Fribourger Umgebung kennen und das Vergnügen ist erst noch gratis und CO2-neutral!

 

 

Text von: Jan Zumoberhaus / Bildquellen: Jan Zumoberhaus